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Dienstag, 21. April 2015

Jahresrückblick

Einen Jahresrückblick - Im April?

Erst bloggt sie ewig nicht, und dann auch noch nen Jahresrückblick mitten im Frühling? Nahja, da mein letzter Blogpost ziemlich genau ein Jahr her ist, finde ich, das passt. Tatsächlich war dieser Beitrag schonmal für Januar vorgesehen, aber dann ... war ich zu beschäftigt und zu viel privat & dienstlich in der Weltgeschichte unterwegs.

Aber gerade habe ich Zeit & Lust auf bloggen, und deswegen jetzt eben ein Jahresrückblick :)!

Tatsächlich hat sich im letzten Jahr ein bisschen was getan. Mein Strick-Mojo ist etwas abgeflaut. Ich habe oft schon nach wenigen Reihen einfach keine Lust weiterzustricken, vor allem für Socken ist der übliche Zeithorizont deutlich angestiegen. Deswegen habe ich auch etwas weniger gestrickt, als die Jahre davor:


Um genau zu sein sind es 7 Paar, ein Kinderpaar hats nicht mit ins Mosaik geschafft, darf aber gerne auch einzeln kurz bestaunt werden.

Andere Kleinigkeiten reichen von der Helmmütze bis zum Mini-Hasen :)


Tatsächlich hatte ich bei der Helmmütze wahnsinnig viel Spaß - die Idee fuhr mir letztes Jahr auf der Piste über den weg, und da inzwischen ca 95% auf der Piste Helm trugen, war ich mit meinem untypisch geschmückten Exemplar doch ein kleiner Hingucker.
Die Mini-Weltkugel und der Hasen habe ich als Tauschobjekte für mein neues Bewegungshobby gestrickt. Ich gehe seit ca 1 Jahr geocachen - mit großer Begeisterung mache ich lange Wanderungen, krieche dabei auch gerne mal durchs Unterholz oder klettere neuerdings sogar auf Bäume. Aber die üblichen Ü-Ei-Tauschfiguren brauchten doch mal etwas kreativeren Beistand :)
Und extra erwähnen möchte ich auch das kleine Täschchen. Es ist im Rahmen eines Stricktreff-Wichtelns im Februar dieses Jahres entstanden. Zu Thema "Bunt" fiel mir dieser Regenbogen ein, und meine Sockenwoll-Restekiste gab genug her für diese schöne Version, die mit einer kleinen Innentasche und einem Reißverschluss komplettiert wurde. Ich gebe zu, das war etwas Gefrickel, aber mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden.

Der Babykram hielt sich dieses letzte Jahr auch irgendwie in Grenzen, bis auf den Strampler war alles recht klein und ging fix:


Der Strampler ist nach einer Anleitung von Carina Spencer (Ravelry-Link) und eigentlich für dickere Wolle. Da ich Sockenwollstärke dazu benutzt habe, hatte ich die größte Version gestrickt, die grade so für Neugeborene geht, also mit 2 Monaten dürften die meisten mitteleuropäischen Babies rausgewachsen sein. Trotzdem süß!

Und statt einer Strickjacke gab es in diesem Jahr mal einen "Pullover", den Loosey Goosey von Stephen West (Ravelry-Link). Trotz 12er Nadeln dauerte es etwas und hat mich auch einge Nerven gekostet, aber ich freu mich darauf, ihn auch bald wieder tragen zu können:

Dienstag, 7. Januar 2014

Alte Charity

Da war ja noch was- bevor ich die letzten 3 Monate aufarbeite, werde ich wohl mal noch fix ein paar Spendensachen nachschieben. Diese sind allesamt bereits im September beim Spinnkarusell von Frau Csilla auf dem Spendentisch gelandet: Diesen Schal habe ich aus einem zusammendesignten Garn bei Csilla im Juni begonnen. Diese Stulpen habe ich aus einem Rest Sockenwolle vom "Schaf am Deich" gestrickt - mit 48 Maschen sind sie eher für Kinderhände gedacht. Und diese Mütze verbrauchte ein Resteknäuel von 85g aus meinem Super-Bulky-Stash.

Sonntag, 2. September 2012

Der Weg ist das Ziel

Das gilt bei mir nicht alleine, aber der Prozess des Strickens ist mir genauso wichtig wie das Ergebniss - sonst könnte ich ja auch einfach Strickwaren kaufen, nicht wahr?
Und jetzt habe ich erstmals bei einem Mystery-KAL mitgemacht, also einem Knitalong bei dem am Anfang lediglich der Designer weiß, wie das Ergebnis aussieht. In diesem Fall der Rockefeller-Knitalong von Stephen West.

Angefangen hat das Ganze am Freitag, den 13. Juli. Ich habe mich für eine Blau-Weiß-Kombination entschieden. Das Garn ist Malabrigo Sock Yarn - eine Merino-Wolle aus Uruguay, wunderschön weich und von mir schon verwendet für meine grüngestreifte Jacke und die Double-Knit-Handstulpen. Um ehrlich zu sein, fand ich den ersten Teil nicht ganz motivierend - das immer wieder stricken dieser kleinen Kuchenstückchen fand ich doch etwas langweilig, größere Motiveinheiten gefallen mir anscheinend besser.

Da war Teil 2 schon etwas besser ... allerdings war ich erstaunt über das doch recht großflächig erscheinende weiß - etwas blauer habe ich mir das Tuch schon vorgestellt. (hier übrigens nur zur Hälfte dargestellt) Teil 3 war dann aber wunderschön: Allein mit Krausreihen in 2 Farben und einfachen Hebenmaschen wurde diese wunderschöne Kante fabriziert: Teil 4 war dann für mich eher erschreckend ... einfache kraus gestrickte Streifen wurden seitlich als "Flügel" angesetzt um das Ganze zu einem Schal-ähnlichen Tuch zu machen. Für mich sah das ursprüngliche Design etwas zu fremd aus, es wirkte einfach nicht harmonisch mit dem bisher so harmonisch zusammgesetzten Design. Also habe ich mich entschieden, die Blauen Kanten an den Seiten als verbindendes ELemnt fortzuführen und auch die verkürzten Reihen fanden einen erneuten Einsatz - allerdings eher aus Garnsparenden Gründen. Und es hat funktioniert, von beiden Garnen wurde nicht mal ein Knäuel verbraucht. Das Tuch ist trotzdem groß & lang genug um es wärmend um den Hals zu schlingen.

Hier ist es also, meine fliegende Untertasse - ready for take off: (Die Länge der Flügel kann man in direkter Aufsicht etwas besser erkennen).
Und wisst ihr was auch toll ist ... es ist das zweite Weihnachtsgeschenk, dass schon fertig ist, dabei haben wir grad mal Anfang September :D.

Aber nochmal zum Mystery-KAL - ich habe gelernt, das Freude und Enttäuschung doch relativ nah beieinander liegen, wenn man so ein Mystery strickt - eine Aufregung, die ich nicht wirklich allzu häufig brauche. Das gemeinsame Stricken mit anderen hat mich aber dabei durchaus motivert. Auch zu sehen, wie das gleiche Tuch in andere Farbkombinationen wächst, war super spannend. Allerdings habe ich bei über 2600 angemeldeten Projekten bei Ravelry auch oft über "Individualismus durch Handarbeit" nachgedacht.

Sonntag, 13. Mai 2012

No Lake in the West

Oh mann, schon wieder 2 Wochen Mai vorbei und ich hänge mit bloggen eindeutig hinterher. Ein erster Aufholpost also jetzt:

Schon ca. 3 Wochen ist dieses schöne Tuch fertig. Es ist gestrickt nach Stephen Wests Anleitung Westlake. Ich mag den Wechsel der verschiedenen Elemente, die nur mit linken, rechten und ein bisschen verschränkten Maschen auskommen; die Brillianz entsteht allein durch Farbe & Struktur.
Gestrickt wurde es mit 3,5mm Nadeln und der wunderschönen Färbung "König der Meere" aus dem Hause Zauberwiese. 100g reichen - in meinem Fall gerade so. Die obere Kante war auch etwas kurz, der Versuch des Spannens hat etwas geholfen, auch wenn das ganze *hüstel* nunja, grad so als dreieckig durchgehen kann: Die Oberkante habe ich etwas länger ziehen können, trotzdem zeigen Euch die Zipfel: Es reicht grad so um den Hals, bei viel Bewegung rutscht es gerne mal runter. Ich hab schon überlegt ob ich irgendwie noch einen Knopf an die Ecken mache ...

PS: Der Titel ist eigentlich nicht korrekt: Der Kulkwitzer See liegt im Westen von Leipzig, aber das Tuch Kulki zu nennen, kam mir komisch vor ...

Montag, 27. Februar 2012

Thea-logie

Ich habe eine Magrathea gestrickt :)
Ja ich weiß, ich hinke dem Hype mal wieder mindestens ein Jahr hinterher, aber Lace oder ähnliches gehört ja bekanntlich nicht zum Standardprogramm bei mir. Deswegen ist es wohl bei der Auswahl für das richtige Tuch für eine Freundin eine Light-Version geworden.

Die Wolle habe ich bei Frau Wo aus Po auf der Handmade Sachsen erstanden: Sockenwolle Luxus Pur - Eine Mischung aus Wolle, Seide & Bambus. Die Farbe schwankt irgendwo zwischen rot/pink-Tönen mit grüngelben Farbtupfern und balancierenden Grau-schwarz-Tönen. Als Nadel habe ich mich mit 3,5mm für etwas größeres entschieden, das Tuch sollte eher Herbst/Frühling also recht lange durchs Jahr tragbar sein. Das Gestrick ist angenehem leicht & locker, ohne löchrig zu wirken ... es passt also :)

Das Strickmuster ist übrigens nicht wahnsinnig aufwändig, aber im Kopf einprägen wollte es sich nicht vollständig. Mal abgesehen von der Strichliste zu den Wiederholungen, die mich deutlich überfordert hat (ich bin zu vergesslich für sowas), mußte ich wirklich jede Reihe mindestens einmal im Muster nachgucken ... Mindless ist defintiv anders.

Ein anderer Punkt war mir vorher nicht so ganz klar, wird aber auf dem Spannbild recht deutlich: Das Muster ist asymmetrisch. Links 27 Zacken, rechts nur 19. Hmm - erst dachte ich, ich habe mich verzählt, aber das ist so und steht sogar in der Patternbeschreibung auf Ravelry ... Wer Lesen kann ist klar im Vorteil. Egal, getragen sieht man das eh nicht :) Und die neue Besitzerin des Tuches fand es auf jeden Fall total schick und hat es gleich ganz stolz spazieren getragen :)

Montag, 31. Oktober 2011

Destashing I

Es ist schon Ende Oktober, ich geniesse meinen letzten Urlaubstag beziehungsweise Feiertag (Reformationstag), bevor es morgen wieder zur Arbeit geht. Die Zeit davor war ich auf Kreta - schöner Urlaub, meine erste Gruppenreise - eine spannende Erfahrung! Aber gestrickt habe ich in der Zeit GAR NICHTS. Ich würde es nicht mal als absolute Strick-Unlust bezeichnen, es gab nur irgendwie immer wichtigeres - Lesen, Schlafen, Essen, Sight-Seeing und am Strand rumlungern.

Aber egal, ich bin zurück, und bevor der Oktober bloglos an mir vorrüberzieht, gibt es ein fertiges Strickstück: Ein Schal - gestrickt aus Destashing-Gründen und deswegen als Spende für die Straßenkinder gedacht. Die Wolle hatte ich mal im Wollbutt erstanden, aber der Beige-Ton ist nicht so richtig meine Farbe, also lungerten schon eine ganze Weile ca 600g davon in meinem Stash rum. Jetzt sollte Schluss damit sein, und den Anfang machte dieser Schal.
Ich habe 34 Maschen mit 8mm-Nadeln angeschlagen, je 2 Randmaschen genommen und dazwischen das leichtgängige 2rechts-2links (ganz ohne Fallenlassen :)) Verbraucht habe ich genau 2 Knäule, also 200g. Er ist ca 15cm breit, wenn man ihn nicht auseinanderzieht und ca 1,6m lang. Um meinen Hals passt er auch 2 mal, aber dann wirds ganz schön warm :) Inzwischen habe ich schon eine passende Mütze auf den Nadeln - Destashing Runde II :)

Freitag, 31. Dezember 2010

Loch an Loch

und hält doch ...
Lace zu tragen ist nicht so das richtige für mich, ich sehe mich eher als der praktisch-sportliche Typ :)
Aber zum Stricken ist es durchaus spannend und deswegen macht sich Weihnachten ganz gut. Die Tuffnuckenprinzessin wurde von mir mit einem Hypernova-Schal beschenkt:

Hier sieht man noch, wie sich der Anschlag aus "Ruby Thursday"-Twin von der Wollmeise aus meinem Projektbeutel schängelt. Das Ganze wurde mit 3,5mm Nadeln verstrickt und sieht gespannt so aus:

Sie hat sich übrigens sehr gefreut :)