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Samstag, 21. März 2009

Wo und wer bin ich?

Die Frau Blasebalg machts mir wal wieder philosophisch. Diese Wochhe will sie wissen, warum ich hier bin?
Mein erster Gedanke war "Na weil meine Eltern Sex hatten!" und mein zweiter war "Na weil Ihr Blog einfach lesenswert ist, Frau Blasebalg!".

Aber insgesamt habe ich dann doch mehr darüber gedacht, und über mich und über das hier bleiben. Und das "Hierbleiben" immer eine Antwort auf "Weggehen?" ist.
Und ich denke, es gibt zwei Arten von Menschen. Die, die da bleiben, weil sie gar nicht darüber nachdenken, wegzugehen oder weggehen zu können oder gar weggehen zu wollen. Die sind sicher sehr glücklich so und ihr Leben unkompliziert.
Ich gehöre eher zu der komplizierten Sorte. Die Möglichkeit weggehen zu können, ist immer da und offen und reizvoll aber vor allem ist es immer meine Entscheidung. Ich muss nirgends hin, wo ich nicht hinwill.
Und geopgraphisch hab ich mich da nie festlegen wollen. Das "Nur weg hier" mit 18 wurde schnellstens und frohen Herzens umgesetzt. Dummerweise hat es mich doch wieder arbeitstechnisch genau dorthin verschlagen. Nennt man das Ironie des Schicksals? Eigentlich nicht, denn ich bin ja nur tagsüber dort.
Und sonst finde ich Weggehen eine gute Entscheidung, wenn man es will. Auch gerne, um einfach aus dem alten Trott rauszukommen, oder etwas Neues zu lernen. Ich ging in eine andere Stadt, ich werde in ein anderes Land gehen.
Aber das Herz ... das bleib/bleibt doch immer hier, denn hier fühlt es sich schon lange wohl. Und deswegen lässt es so ungern los. Und deswegen komme ich auch immer wieder. Aber das passt jetzt thematisch eher zum "Weggehen" als zum "Hierbleiben" also zurück zur Ausgangsfrage:

Warum bleibe ich hier? Auf diese Frage gibt es, wenn man sie sich stellt, am Ende immer nur eine gute Antwort: Weil es sich lohnt!

Freitag, 13. März 2009

Wandertag

Letzte Woche übermannte mich nicht die Frühjahrsmüdigkeit, sondern eher der ungebremste Aktionismus. Deswegen habe ich es nicht geschafft, bei der Wochenaktion der Frau Blasebalg mitzumachen. Trotz allem wandere ich jetzt nicht schlaflos durch meine Kammer, sondern widme mich einfach dem neuen Wochenthema Wandertag:

Ich bin jetzt seit ca. 2 Stunden zu Hause, musste immer noch etwas für die Arbeit erledigen und bin eigentlich einfach nur fertig und Wochenend-reif. Deswegen wandere ich ständig in die Küche, um mir eine Schokowaffel mit magenfreundlichem Eierlikör zu füllen. Ich weiss nicht genau was besser tut - die Schoki oder der Alkohol. Ist aber auch egal, denn ich werde heute noch bekocht und dann packe ich Sachen. Es ist nämlich eigentlich Wandernacht :) Noch heute abend fährt mein Nachtzug Richtung Schweiz. Wirklich eine komfortable Form der Reise. Ausgeschlafen ankommen und loswandern ... wobei, um wortwörtliches Wandern geht es mir in den Wintersportmonaten ja eher selten :). Wer trotz regelmäßiger Lektüre meines Blogs jetzt noch nicht ahnt, was ich vorhabe - der schaue einfach hier.
Ich sollte wirklich in eine Alpenregion auswandern! :)

Montag, 2. März 2009

Voll daneben

... ist, dass ich schon wieder einige Wochenaktionen der Frau Blasebalg habe an mir vorbeifliegen lassen. Aber Voll daneben war die Aktion der letzten Woche, deswegen hat es jetzt keinen Sinn mehr, da noch viel Energie zu investieren ... würde ja eh daneben gehen :P.

Diese Woche ist das Thema lebenslang. Dazu fällt mir leider nur etwas egomanisches ein, denn das einzige, das für mich lebenslang ist, bin ich. Seit meiner Zeugung begleite ich mich und das wird sich bis zu meinem Tod nicht ändern. Und nahja das finde ich

1. total toll!
denn so eine kultivierte Frau, wie ich es bin, mit diesem Charme, der Intelligenz, dem Weitblick und dem spritzigen Witz - mit der will man in jedem Lebensalter gerne Zeit verbringen!

2. total erschreckend!
denn so eine dumme Ziege, wie ich es bin, mit diesen Launen, der heillosen Selbstüberschätzung, diesen zickigen Spitzen und dem zackigen Unterton - mit der will man in keinem Lebensalter gerne Zeit verbringen!

Montag, 26. Januar 2009

Abschied ...

... von Renée

Wann sieht ein Walfisch wohl je
Ein Reh? —
Ach du! Renée!
Und führen wir zusammen zur See,
Wir landeten bei den Wilden. —
Sag: Ist es nicht noch schöner, in Schnee
Als in Erde zu bilden?
Und sei auch kein Fuß an dem Sinn;
Es schweben auf tanzender Melodie
Zwei Federn einer Indianerin
Fort, fort in die weite Prärie.
Ade Renée!

Wie dunkelschön war unser Dach,
Als leise wir viere
Zusammenrückten vor Blitz und Krach. —
Ich streichle euch guten Tiere,
Nun ich geh.

Mir ist so dienstmädchen-donnerstagweh,
Weil ich nun weiterfahre.
Und ich war hundert Jahre
Mit dir zusammen,
Renée.

(Joachim Ringelnatz)

Liebe Frau Blasebalg,
nach einigen ausgelassen Mittwochskationen (ich war noch so in Urlaubsstimmung und gar nicht aktionär drauf) möchte ich mit einem kleinen literarischen Beitrag mal wieder etwas beisteuern.

PS: Ich möchte explizit darauf hinweisen, dass ich es tatsächlich geschafft habe, NICHT den Liedtext von "Abschied ist ein scharfes Schwert" als Aktionsbeitrag zu wählen, obwohl mir seit letztem Mittwoch immer wieder dieses Lied aufgrund Ihrer Aktion durchs Ohr hallt. Hoch lebe Roger Whittaker!

Montag, 15. Dezember 2008

Mein Weihnachtsengel

... ist das liebste und das niemals-jemals zu unterschlagende Utensilo der Schmück-mich-Zeit. Es ist das, ohne das ich wahrscheinlich nie wieder die Vor-Weihnachtszeit verbringen möchte. Das erste, was aus der Weihnachtskiste leuchtet, und das erste, das an seinem Platz landet.
Geschenkt wurde es mir vor ca 10 Jahren von meiner besten Freundin und seit dem habe ich es sogar schon nachlackiert, damit es niemals-jemals irgendeinen Schaden nehmen werde. Eigentlich ist es nicht viel mehr als ein Stück ausgeschnittene A3-Bastelpappe. Aber so einfach kann manchmal das schönste sein:

Liebe Frau Blasebalg, dieser Schönheit kann ich nicht viel mehr zusetzen, auch wenn ich natürlich noch geschnitzte Holzengelchen habe und Räucherhäuschen und einen selbstgeschmückten Adventskranz mit Sternchenkerzen und leuchtende Sterne und ein Gesteck und Nikolausstiefel und Elche an der Tür und ...

Samstag, 6. Dezember 2008

Dem Niklaus sei's gesagt!

Dichten! Jetzt! Hat sie gesagt
drum habe ich mich rangewagt
mir ein paar Zeilen abzuringen
die vom roten Nikolaus singen:

Der Niklaus ist ein alter Mann
der nicht mehr richtig ticken kann:
Bei mir zu Hause war er nicht!
Und trotzdem schreib ich dies Gedicht.

Denn ich hab selber schuld daran:
meinen Stiefeln sieht man an,
dass ich sie nicht gewienert habe.
Drum gabs auch keine süße Gabe.

Doch eines muss ich noch erwähnen:
sollte ich mich nach Süßem sehnen
ess ich Schokonikoläus
ganz ohne Mneme-Stiefel-Schweiss!

Sonntag, 30. November 2008

Mach 3

Bevor ich die Aktion der Woche von Frau Blasebalg zum Mach-nicht-3 verwandle, muss ich mich diese Woche beteiligen, denn die letzten zweimal habe ich schon mehr oder weniger ausgesetzt, und weil man ja diese Woche 3 machen soll, hole ich das jetzt ganz passend auf einmal nach:
  1. Knark ist das Gegenteil von krank und Dnuseg ist das Gegenteil von gesund. Ich bevorzuge letzteren Zustand und das ist mir bis jetzt auch (toi toi toi und klopf auf Holz) gut gelungen. Dieses Kalenderjahr war ich allerdings trotzdem schon zweimal krankgeschrieben. Immer wegen Zahn-OPs. Ist das merkwürdig? Na immerhin sind es nur 2 ... und bevor ich das ein 3tes mal mache gehen hoffentlich noch ein paar Jahre ins Land.

  2. Merkwürdig ... vor allem in Verbindung mit mir finde ich das wirklich eine schwierige Aufgabe. Nicht dass ich es vielleicht nicht wäre, ganz bestimmt ist einiges an mir bemerkenswert oder gar merkwürdig, aber das selber zu definieren, liegt mir nicht so. Wichtig ist mir allerdings immer, dass ich erwachsen bin, denn die Leute, die "niemals erwachsen werden wollen", die finde ich so merkwürdig, dass ich da nicht dazugehören will.

  3. mach 3 läßt mich spontan an den Gilette-Rasierer denken. Dabei benutze ich den gar nicht ... brauch ich auch nicht, schliesslich habe ich nur 2 Waden, da reicht auch eine Doppelklinge :)

Und da heute 1. Advent ist, habe ich noch einen merkwürdigen zum Abschluss: Macht 3 nicht an!

Montag, 10. November 2008

Weniger ist mehr

Bei Frau Blasebalgs Aktion der Woche kann ich spontan wieder einmal mit einem Zitat der lieben Georgette Dee aufwarten:

Irgendein Mensch hat mal gesagt, weniger ist mehr. Das ist ganz schön, aber natürlich Quatsch, weil - Mehr ist mehr!

Und recht hat sie - von mir wird dieses Zitat deshalb z.Bsp. schon lange als Signatur bei der Community von Natron&Soda genutzt. Lustigerweise bringt Georgette dieses Zitat direkt bevor sie anfängt "Zehn Frauen" zu singen (vgl. Aktion unbeschreiblich weiblich - ein beweis, wie nah die Aktionen von Frau Blasebalg beieinander liegen).
Und auch die "Greatest Hits"-CD von Georgette Dee und Terry Truck heisst "Mehr ist mehr". Ach bei so viel Nostalgie - vielleicht sollte ich mir doch noch Karten für den 15.12. in LE besorgen! Ich wollte eigentlich nicht gehen, denn die Karriere von Georgette habe ich nicht mehr groß verfolgt, nachdem das erste Konzert mit ihr (Georgette) ohne ihn (Terry) mich damals nur mäßig begeistert hatte. Aber das ist ja grad gar nicht das Thema.

Also als Beitrag zur Aktion eine heute gemachte wenig sinnvolle und mehr überflüssige Beobachtung am Arbeitsplatz:
Durch weniger Notizzettel mit unnützen Informationen ist mehr Platz für Spielerei an der Heizung:

Montag, 3. November 2008

Bilderrätsel

Frau Blasebalg will uns diese Woche aktiv was malen lassen. Ich nutze die Chance für ein kleines Rätsel:





Ja!





Und wer sich fragt, was das jetzt soll: Es ist die Bestätigung der in Frau Blasebalgs Zukunftswoche gemachte vage Andeutung.

Montag, 27. Oktober 2008

Das gute A

Frau Blasebalg hat in groß und klein das A zur Aktion der Woche gewählt. Meine Geschichte mit dem von ihr angesprochenen A ist schon eine Weile her, um genau zu sein, endete sie, als das große Q mir die Chance zur Mitbeteiligung an der Weltverbesserung gegeben hat. Aber das tut heut nix zur Sache.
Denn als Aktionsbeitrag habe ich mir das doppel-B und einen Flat Eric gewählt. So sehet Bimmel & Bommel und lachet!

PS: Und weil Wikipedia manchmal so witzig ist, hier die Beschreibung aus dem Artikel Harald Schmidt Show:
Bimmel und Bommel, possierliche Stoff-Geschöpfe der Liebe mit einem klar formulierten Bildungsauftrag auf dem Gebiete der Alphabetisierung :D

Samstag, 18. Oktober 2008

Sonntag, 12. Oktober 2008

An Geister ...

glaube ich schon lange nicht mehr, immerhin bin ich Naturwissenschaftler und erkenne ganz pudelig, was im Kern der Erde oder mit Gard auf dem Kopf zusammengehalten wird. Geister kommen da einfach nicht vor, liebe Frau Blasebalg. (Auch nicht am Bad Hair Day.)
Aber zur Geisterstunde, fragt man sich ja doch manchmal, was so alles unter dem Bett wohnt:

Copyright: Bill Watterson - http://www.calvinandhobbes.com

Dienstag, 7. Oktober 2008

Ich war letzte Woche ...

... ziemlich beschäftigt. Dienstreise, private Trink-Verpflichtungen und viel Spass auf der Messe Modell, Hobby, Spiel haben dafür gesorgt, dass ich seit Mittwoch mit Vorträge anhören, Protokolle schreiben, Kaffee trinken, Geschäftsgespräche führen, normalem Arbeitsstress, Yoga als Ausgleich, Privatgespräche führen, Rotwein trinken, Stricken mit Riesennadeln,  Fragen beantworten, Spielen mit Filz-Memorie, Schnitzel essen, Stricken mit normalen Nadeln, Kuchen backen, , Wolle kaufen, Strickmuster erklären, Babyschuhe verkaufen (quasi direkt von den Nadeln weg :) ), Stricken mit Addi-Express, Moderieren, Kaffee trinken & Kuchen essen, unnormalem Arbeitsstress, Fitnessbemühungen und Bier trinken schwer beschäftigt war. Auf die faule Haut habe ich mich also lediglich zum Schlafen gelegt.

Liebe Frau Blasebalg - ich konnte leider nicht teilnehmen an der Großen Internationalen Faulen Woche. Ich schwöre aber, dass ich das am kommenden Wochenende so ausgiebig wie möglich nachhole!

Sonntag, 28. September 2008

Grün, Grün, Grün sind alle meine Kleider?

Frau Blasebalg hat eine grüne Aktion der Woche gestartet, und nunja ... nichts leichter als das! Ich hatte ja selber schon diesen Titel für einen früheren Eintrag gewählt.
Und die Farbe ist nicht nur hier im Blog Programm. Und da ich heute den ersten Tag seit Mittwoch im Hellen daheim war, habe ich mal geguckt: Grün gibt es bei mir unter anderem als Teppich, als Papier-Ablage, im Küchenschrank, als KlimBim-Schale, auf der Flurkommode, als Blumenkörbchen, am Blumenstuhl, auf der Stoffrestekiste, im Campingzeug, in der Regenjacke, als Handtasche, für den Waschlappen, bei den Schuhen, im Bett, in der Wollbestellung und sogar auf dem Strickbuch. Und der Blick in den Schrank offenbart auch die gefragte Farbe. Aber ich habe erstaunt festgestellt und beweise Euch, dass ich nur 2 grüne Kleider habe:
Kleider
Und von all diesen Kleidern habe ich diesen Sommer nur eines getragen - dafür aber das grüne lange!

Donnerstag, 4. September 2008

Egal

wie sie schmeckt, ist es mir keineswegs, aber dies ist mein Beitrag zu Frau Blasebalgs Aktion der Woche:

Ich hoffe, Sie sind keine Vegetarierin!

Und alle, die grübeln, wie ich darauf komme, schauen bitte da.

Montag, 1. September 2008

Zukunft

Liebe Frau Blasebalg!

Wenn sie wüßten, wie sehr sie den Nagel der Zeit getroffen habe, mit der momentan laufenden Aktion der Woche. Denn bereits am Dienstag stellte mein Brötchen- & Chancengeber eine Frage in den Raum, die mich sehr intensiv über die Zukunft hat nachdenken lasse. Und inzwischen habe ich sie für mich auch beantwortet. Da es aber nicht nur an mir hängt, kann ich nur orakeln wie Delphine. Eventuell sieht für mich ein großer Teil 2009 so aus:



Und wenn es aus irgendwelchen Gründen doch nicht klappt, dann sieht ein Teil Februar so aus:


PS: die 2 oberen Bilder sind ergoogelt und verlinken direkt auf die Fundstelle. Die Bildrechte liegen nicht bei mir!

Mittwoch, 20. August 2008

Zehn Frauen

Es ist Mittwoch und Frau Blasebalg hat wieder ein neues Motto für die Aktion der Woche ausgegeben. Diese Woche wird es in vielen Blogs:

Allerdings fallen mir dazu gerade zwei Männer ein. Erich Kästner und Georgette Dee. Wobei "männlich" (genau wie "weiblich") ja auch immer viel Interpretationsfreiraum lässt. Und manchmal sind Männer die besseren Diven.
Zumindest hat Herr Kästner ein Gedicht geschrieben, das der wundervolle Terry Truck vertont und die wundervolle Georgette gesungen hat und das ist mein heutiger Beitrag:

An deinem Munde
Und zur selben Stunde
In fernem Land
An einem anderen Mund

Und während ich dort wär
Wär ich auch hier
Und wenn ich fort wär
Wär ich bei dir

Wenn ich dich küsse
Fliegt ein glühender Stern durch die Nacht
Küss ich den Andren
Sterben tausend Mann tausend mal in der Schlacht

Bei jedem Wimperschlag
Geschehen Geburt und Tod
Ist hier Tag ist woanders Nacht
So viele Lippen sind rot

Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn Frauen möcht ich sein
In Treue gehüllt und Betrug
Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn Frauen möcht ich sein
Und immernoch wärs nicht genug
In Rom und im Ritz
Und im Beduinenzelt
Im Krönungsmantel und ganz ohne Kleid
Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn mal zur selben Zeit

Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn mal ich selbst auf der Welt

Wenn ich dich umarme
Umarm ich dann nur dich?
Hälst du mich im Arme
Umarmst du wirklich mich

Man ist in sich verbannt
Und gefangen für alle Zeit
Im Krönungsmantel
und ganz ohne Kleid

Mit dunklem Flügelschlag
Ziehen stumm die Wildschaar dahin
Ist hier Tag ist woanders Nacht
Sag mir doch sag mir doch sags mir doch
wo ich bin

An deinem Munde
Und zur selben Stunde
In fernem Land
an einem anderen Mund

Und während ich dich küsse
Schreibt einer sein erstes Gedicht
Während ich dich liebe
Liebst du mich nicht

Mittwoch, 13. August 2008

Gar nicht so leicht zu beantworten

... findet Frau Blasebalg ihre Wer bin ich? Aktion der Woche.
Pah, kann ich da nur sagen. Das ist doch spielend einfach!

Ich bin die Mneme - Sonnenblume Mneme!

Und allen, die sich wundern, möchte ich soviel aus meinem Leben preisgeben:

Mitte der 90iger, als ich noch studierte, da zeigte mir ein nahestehender Jüngling die Wunderwelt der Muds. Das sind textbasierte Rollenspielchen im Internet mit hohem Suchtpotential. Na jedenfalls meldet man sich bei sowas ja nicht mit dem erstbesten Vornamen an (also dem, der Mama damals umnebelt nach schwerer Geburt einfiel).
Aber mit Kreativität hatte ich es in einer so schweren Entscheidungsphase nicht so, also nahm ich ein geschlossenes Augenpaar, einen stippenden Zeigefinger, den Zufallsblätterer und Dudens Fremdwörterbuch zu Hilfe. Gefunden hab ich (nicht auf den ersten Stipper, aber ganz dort in der Nähe):

Mne|me [gr.] die, -: Gedächtnis; Erinnerung, Fähigkeit lebender Substanz, für die Lebensvorgänge wichtige Information zu speichern (Med., Psychol.).

Das fand ich toll, und der Klang gefiel mir auch und so geschah es, dass ich Mneme ward. Ich habe gespielt, gerätselt, (sehr wenig) gemetzelt und (sehr viel) gechattet und irgendwann hat sich aufgrund meines friedvollen, gutmütigen, fröhlichen, starken, ausgeglichenen und absolut bescheidenen Charakters ;) die Sonnenblume dazugeschmuggelt. Mehr durch andere, als von mir erdacht, aber gerne von mir angenommen und ausgeformt und die Rolle mit Leben gefüllt.
Und so sehe ich dort aus:

Das ist Mneme.
Du siehst eine riesige Sonnenblume. Sie hat einen kraeftigen gruenen Stiel, mit fantastischen grossen Blaettern. Das Gesicht ist dunkelbraun und vom sonnigsten sonnengelben Bluetenblaetterwirrwarr umrandet. Links neben dem Auge scheint sich ein Tautropfen verfangen zu haben.
Mneme ist absolut fit.
Mneme hat eine dunkelgruene mit drei goldenen Sternen am Kragen besetzte Robe an, keine Waffe gezueckt und traegt ihren goldenen Ehering.

Und auch wenn ich heute nicht mehr so aktiv im Spiel bin, wie früher, so bin ich dort immer noch zu treffen, um Freunde zu "sehen" - zum Beispiel Kuckucks und Schlangen und Drachen und Hasen und Füchse und Klapperkästchen und Ritter und Falken und ...

Dienstag, 12. August 2008

Sandmann lieber Sandmann ...

... es ist noch nicht so weit. Wir sehen erst erst den Abendgruß, eh jedes Kind ins Bettchen muß. Du hast gewiß noch Zeit:

Frau Blasebalg hat mal wieder mit selbigem geblasen, diesmal zur Gib Acht! Woche.

So richtig wollte meine Ideenerzeugungsmaschine nicht zünden, aber jedesmal stotterte sie diese Zeile in meinen Kopf: Nun liebe Kinder gebt fein acht, ich hab euch etwas mitgebracht.. Heute habe ich beschlossen diesem Stottern nachzugeben.
Natürlich kommt diese Stimme vom Sandmännchen. Ich als Ossine (nicht Rosine, die mag ich gar nicht!) war natürlich großer Anhänger unseres heißgeliebten Wollbärtchens:

Aber, was ich Euch heute präsentieren möchte, stammt von diesem kleinen Herren:

Beide sind quasi Kollegen. Wobei ich ganz ehrlich zugeben muss, dass ich mich an den unteren Herr nicht erinnern kann. In meiner Erinnerung kam da ein ziemlich häßliches Zeichentrickmännchen auf einer Wolke geschwebt, nicht so eine schöne Plastinette :)
Sehr wohl erinnern kann ich mich aber an einige der Geschichten, die er immer mitgebracht hat. Und absoluter Spitzenreiter waren dabei natürlich:

Und somit ist mein dieswöchiger Beitrag ein Link auf Piggeldy, Frederick & einen laufenden Wollpullover!