Dienstag, 12. August 2008

Sandmann lieber Sandmann ...

... es ist noch nicht so weit. Wir sehen erst erst den Abendgruß, eh jedes Kind ins Bettchen muß. Du hast gewiß noch Zeit:

Frau Blasebalg hat mal wieder mit selbigem geblasen, diesmal zur Gib Acht! Woche.

So richtig wollte meine Ideenerzeugungsmaschine nicht zünden, aber jedesmal stotterte sie diese Zeile in meinen Kopf: Nun liebe Kinder gebt fein acht, ich hab euch etwas mitgebracht.. Heute habe ich beschlossen diesem Stottern nachzugeben.
Natürlich kommt diese Stimme vom Sandmännchen. Ich als Ossine (nicht Rosine, die mag ich gar nicht!) war natürlich großer Anhänger unseres heißgeliebten Wollbärtchens:

Aber, was ich Euch heute präsentieren möchte, stammt von diesem kleinen Herren:

Beide sind quasi Kollegen. Wobei ich ganz ehrlich zugeben muss, dass ich mich an den unteren Herr nicht erinnern kann. In meiner Erinnerung kam da ein ziemlich häßliches Zeichentrickmännchen auf einer Wolke geschwebt, nicht so eine schöne Plastinette :)
Sehr wohl erinnern kann ich mich aber an einige der Geschichten, die er immer mitgebracht hat. Und absoluter Spitzenreiter waren dabei natürlich:

Und somit ist mein dieswöchiger Beitrag ein Link auf Piggeldy, Frederick & einen laufenden Wollpullover!

Sonntag, 3. August 2008

Sonst noch was?

Ja na klar!

Dieser Post dient den Kleinigkeiten, die die letzten 2 Wochen irgendwie untergegangen sind, und nicht gebloggt wurden, obwohl sie es dringend verdient hätten.

Als erstes eine kleine technische Neuerung im Blog: :)
Seht ihr? Ich kann Smileys! Scheint vielen von Euch nix besonderes, aber bei Blogger.com ist das wohl keine Selbstverständlichkeit. Aber eigentlich braucht es nur die Hilfe von Aditya und Ramani (siehe Comments zum verlinkten Post). Dann wird einfach das Script im Head verlinkt und die entsprechenden Bilder im CSS ohne Rahmen und Padding versehen und schon kann ich Euch ab jetzt gelegentlich damit entgegen-emotieren: :) :( :P :D ;) :$ - Ich gelobe halb-sparsamen Gebrauch!

Dann folgt mein neuester Topflappen. Die Double Knit Technik hat ein wenig geruht. Aber ich habe mich am Samstag im Strickcafé des Problems angenommen. Dummerweise war 4 Reihen vor Schluß das blaue Garn alle, aber zu Hause hatte ich noch ein Knäuel. Nun also präsentiere ich voller Stolz:
Topflappen

Der Topflappen hat so ein, zwei kleine Fehler, vor allem die Randmaschen find ich nicht so toll. Aber die Technik ist also von mir durchschaut und anwendbar. Also kann ich sie auch für rundgestrickte Fair-Isle-Handschuhe verwenden, so dass aus ihnen Double-Knit-Wendehandschuhe werden. Sie sollen eine Weihnachtsüberraschung werden, deswegen wird Stillschweigen über Anleitung und Größe bewahrt ;).
Die passende Wolle habe ich aber inzwischen auch gefunden. Christine hatte ja schon im Strickafé-Blog Vorfreude geschürt. Und ich hab natürlich nicht wiederstehen können:

Inzwischen habe ich die Wolle auch gewickelt. Mal schauen, wann ich anschlage.

Einen weiteren Neuerwerb möchte ich Euch auch kurz zeigen. Ich hab mir nämlich eine kleine Stickschere gegönnt. Und weil ich anscheinend ein Faible für schöne Scheren habe, präsentiere ich sowohl die Stick- als auch meine Stoffschere. Ich brauch aber noch ein schönes Etui für die Stickschere, sie wird ja doch mit meinem Strickzeug durch die Gegend getragen. Da werd ich mir wohl was Kleines nähen müssen.

Ansonsten habe ich noch ein neues Paar Socken angeschlagen. Grün-Schwarz gestreift aus Woll-Butt-Sockenwolle meliert. Die grüne Farbe macht verstrickt fast einen zu hellen/grellen Eindruck (obwohl es dunkler ist, als auf dem Fotos). Aber das Streifenmuster mag ich ganz gern. Für nebenbei durchaus ein gut geeignetes Projekt.

How to do a Baby Blue Shoe ...

... poo pooo beee dooo :)

Für die neue Babykollektion hatte ich auf Ravelry ganz süße Schühchen gesehen, die ich gerne nachgestrickt hätte. Das Modell nennt sich Babystøvler war aber nicht wirklich als Anleitung auffindbar. Es kommt von der dänischen Firma Dansk Mohair und ist wohl (noch?) nicht als PDF-Download zu haben. Also hiess es anhand der Projekt-Fotos bei Ravelry sich selber was zusammenzubasteln. Am meisten habe ich mich dabei an den Projekten von Milda und Xanita orientiert.

Ich habe also 24 Maschen mit Lana Grossa Cool Wool Merino 2000 und Nadelstärke 3mm angeschlagen und 60 Reihen kraus rechts gestrickt. Dann wurden 11 Maschen abgekettet, übrigen bleiben also 13 - 2 Randmaschen und 11 normale.
Die wurden dann 4 Reihen glatt rechts und 4 Reihen glatt links im Wechsel verstrickt, bis ich 9 linke und 10 rechte Streifen hatte:

Dann habe ich die letzte Reihe mit der ersten über die entsprechende Breite im Maschenstich verbunden.
So wie ich es verstanden habe, wird dann einfach oben zusammengezogen und unten vernäht. Dummerweise erschien mir das zu schmal für einen Fuß dieser Länge. Also habe ich beschlossen, einfach unten eine Sohle einzustricken. Dazu habe ich aus den Randmaschen der Zehenspitze 11 Maschen aufgenommen. Das enstpricht 5 Streifen - 3 Linke und 2 Rechte. Dann habe ich wieder kraus rechts gestrickt und immer am Anfang einer Reihe die Randmasche aufgenommen und mit der ersten Masche rechts zusammengestrickt:

Das entsprach dann ziemlich genau 40 Reihen, die letzte Reihe wurde wieder mit den Randmaschen der hinteren Kante im Maschenstich vernäht. Das sah dann ungefähr so aus:

Dann wurde durch die oberen Randmasche des Fußes einfach ein Faden gefädelt, fest zusammengezogen und vernäht. Den Kragen abklappen - et voila:

Ich überlege noch, ob und wie ich eine Kordel anbringe, denn die Fußöffnung erscheint mir etwas groß, das strampelt sich bestimmt zu leicht weg. Und natürlich muß ich den Zweiten auch noch stricken. Aber ich bin schon sehr stolz!

Freitag, 1. August 2008

Asiatisch am Strelasund?

Ich war letztes Wochenende kurzentschlossen auf kleiner Deutschlandreise. Ziel für mich war Entspannung und See sehen. Ostsee ... sehen, riechen, schmecken.
Jedenfalls hab ich mir Stralsund für den Kurztrip ausgesucht und ohne das groß vorzubereiten, hatte ich damit großes Glück. Nicht nur wegen des super Wetters :).
Natürlich musste ich so schnell es geht zum Hafen, um ausreichend lang meditativ auf die See zu gucken:Und wenn man schonmal in Stralsund ist muss man natürlich auch ins Meeresemuseum und ins neu eröffnete Ozeaneum. Es gibt halt doch mehr als nur Buckelwale an der Ostsee: Am letzten Wochenende waren aber auch die Wallensteintage. Also war eine Menge geboten: viele Leute, Markt, Gewerbe & Gaukelei. Das meiste kennt man ja davon, aber diese Drehbank kannte ich noch nicht und sie hat mich sehr fasziniert:
Trotz allem habe ich mir an dem Tag nur Seife gekauft (In dem Webshop gibs sogar Schafs-Wolle, wieso hab ich das nicht auf dem Stand gesehen?).
Der Wolle- & Filzstand war zwar auch schön, aber mitgenommen habe ich nichts (nicht mal ein Foto).
Abends gab es dann eine Irish Folk Band und "Barock"-Feuerwerk vorm Rathaus:Schon beim Marktbummeln am Samstag fiel mir ein Plakat auf, dass auf eine Ausstellung im kulturhistorischen Museum aufmerksam machte: "Gewebte Pracht". Das hat mich natürlich neugierig gemacht, und es stand für Sonntag gegen Mittag auf dem Programm - Da war es eh heiss, und ich bin doch so sonnenempfindlich - da tut kühles Museum gut ;)
Und es war fantastisch! Um genau zu sein, war es die Ausstellung des Stralsunder Paramentenschatz. Zufällig plautzte ich gerade noch zum Anfang einer Führung und habe dabei viel Neues gelernt. Die Stoffe dieser priesterlichen Gewänder waren natürlich alle sehr prunkvoll und alt. Teilweise aus dem 14. Jahrhundert. Interessant fand ich, wie unterschiedlich sich die Farben gehalten haben. Während das italienische Grün nur noch zu erahnen war, das spanische & italienische Rot eher braun wirkte, waren die asiatischen Farben fantastisch erhalten und glänzten, als bräuchten sie kein Gold. (Leider durfte man nicht fotografieren)
Und wer glaubt, Goldfaden sei gleich Goldfaden, hat sich natürlich auch geirrt. Die Asiaten haben flache Lederriemen mit Gold beschichtet, während die europäische Technik eher mit Därmen zu tun hatte. Aber prachtvoll sieht Gold immer aus.
Neben den Mustern, die wirklich ganz faszinierend war, gefiel mir aber vor allem der Umstand, dass sich sogar die reichen Herren Oberkirchenwichtigmenschen ihre Paramenten in schlechten Zeiten aus alten "zusammenflicken" mussten.
Zu der Ausstellung soll ein Buch veröffentlich werden. Ich hoffe ich kann es mir ergattern. Falls jemand bis Anfang September in Stralsund oder in der Nähe vorbeikommt: ich kann es nur empfehlen, sich die Schätze anzugucken!

PS: Der Buckelwal ist mein erster wohldosierter Beitrag für Frau Blasebalgs "Unglaublich" - Aktion der Woche

Donnerstag, 31. Juli 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 31/2008

Tage wie dieser - am liebsten würde ich mich grad in mein Bett legen, Decke (natürlich nur die dünne, es ist zu warm!) über den Kopf und dann die Welt einfach Welt sein lassen. Es ist einer dieser Tage, die morgens mit einer Laus auf der Leber anfangen. Dann kommt der ausgefallene Zug, die nervige, umständliche wachsende Bürokratie eines boomenden Unternehmens, die anstrengende und zeitraubende und ungeplant gründliche Inventur, das unverhoffte Problem bei einem Experiment und ganz zu Schluss, wenn man schon ganz knapp dran ist, um den 18:10 Zug zurück noch zu bekommen, dann muss natürlich der Schlüssel auf magische Weise verschwunden sein! Nunja, er wurde wieder gefunden - allerdings im (nicht umgedrehten) Fahrradschloss! Kann mir mal jemand sagen, wo da heute morgen die Gedanken und der sonst problemlos funktionierende Reflex geblieben sind?
Egal, alles in allem führt es dazu, dass ich zwar immer noch auf Arbeit sitze (der nächste Zug fährt 19:27), ich aber endlich die seit Dienstag offen stehende Wollschaf-Frage beantworten kann.

Dazu noch zwei oder drei Worte: Ich habe nämlich beschlossen, nur noch an den Fragen teilzunehmen, wenn ich auch wirklich eine sinnvolle oder ausufernde oder philosophische Antwort geben kann. Soll heissen, ich werde nicht "weiß ich nicht, weil ichs noch nie gemacht/gehört/gesehen habe" antworten. Ausser ich schaffe es in einem Laber-Anfall dieses "Ich weiss nicht" von vielen Seiten zu beleuchten :)

Aber nun genug davon, heute (am Donnerstag - welch Frevel) beantworte ich endlich die dieswöchige Frage vom Wollschaf:

Sicherlich habt Ihr auch etliche Handarbeitsbücher und -zeitschriften daheim. Mich würde interessieren, ob Ihr aus allen schon etwas nachgearbeitet habt oder ob es auch welche gibt, die Ihr nur durchgeschaut habt. Habt Ihr vor, doch noch irgendwann etwas daraus nachzustricken (-häkeln)? Oder blättert Ihr einfach nur immer wieder gern darin und schaut Euch die Modelle an? Hat es auch Bücher und Zeitschriften darunter, von denen Ihr enttäuscht seid oder die Anleitungen sich als zu schwierig erwiesen haben?
Vielen Dank an Moni für die heutige Frage!


So viele Zeitschriften habe ich gar nicht daheim. Denn oftmals blättere ich Zeitschriften durch, finde nix, was ich spontan nachstricken will und dann mag ich es nicht kaufen, einfach weil mir die Vorstellung fehlt, dass mir in eventuell einem Jahr ein Stück gefallen könnte.
Letztens habe ich mir mal 2 englische Zeitschriften zum reinschnuppern gegönnt. Also da bin ich ja von der Aufmachung soooo angetan ... das sind schon irgendwie Welten zwischen einer Lea und einer Vogue Knitting. Vielleicht lasse ich mich ja zu sehr von der Hochglanzaufmachung blenden - keine Ahnung.
Ob ich etwas aus den amerikanischen Heften nachstricke, weiß ich aber noch nicht. Aber zum immer wieder drin blättern eignen die sich sicher.

Bei Büchern geht es mir ähnlich. Ich habe nur 2 Bücher und in den sind grundlegende Techniken erklärt. Modelle direkt nachgestrickt habe ich nie. Die Bücher werden eher herangezogen, wenn ich nicht so richtig weiterweiß und Hilfe brauche.
Ein Sockenbuch zu Hause kann ich mir momentan gar nicht vorstellen. Brauch ich auch nciht - dafür gibt es viel zu viel anregende Muster im Internet.

Ich suche mir die Modelle sowieso eher im Netz. Da sind dann aber auch Modelle dabei, die in älteren Zeitschriften drin waren. Die Zeitschrift habe ich zwar nicht, aber an die Anleitung kommt man trotzdem irgendwie. Bei Interweave kann man die ja zum Beispiel nachkaufen. So wars zum Beispiel bei meinem Central Park Hoodie.

Und enttäuscht sein kann ich nicht - ich blätter immer durch, bevor ich kaufe.

Und zu schwer gibt es auch nicht. Vielleicht kapier ich etwas nicht auf Anhieb - dann wird rumgesucht/probiert/gefragt und notfalls einfach umgearbeitet!

So, und nun fahr ich zum Bahnhof und treff mich zu Hause mit Freunden auf ein Bierchen. :)