Dienstag, 14. Oktober 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 42/2008

Beim Einräumen meiner Sockenschublade habe ich festgestelt, das ich diese fast nicht mehr zu bekomme. Und daraufhin habe ich mal gezählt wieviele Sockenpaare in meiner Schublade wohnen. Nun würde mich mal interessieren, wieviel Sockenpaare denn die anderen Strickerinnen so haben.

Herzlichen Dank an Michaela und das Wollschaf für die heutige Frage!


Ich hab mal ein Foto gemacht (Sie ist tiefer, als es auf dem Foto scheint):

Auch ich kriege die Schublade kaum zu, und das obwohl ich grad mal 3 fertige Paar Socken für mich gestrickt habe. (Und davon ist nur eins auf dem Foto)

Sonntag, 12. Oktober 2008

An Geister ...

glaube ich schon lange nicht mehr, immerhin bin ich Naturwissenschaftler und erkenne ganz pudelig, was im Kern der Erde oder mit Gard auf dem Kopf zusammengehalten wird. Geister kommen da einfach nicht vor, liebe Frau Blasebalg. (Auch nicht am Bad Hair Day.)
Aber zur Geisterstunde, fragt man sich ja doch manchmal, was so alles unter dem Bett wohnt:

Copyright: Bill Watterson - http://www.calvinandhobbes.com

Jacke & Schuhe

Es tut mir ehrlich leid, aber ich muss schon wieder mit den Babyschuhen anfangen. Nicht weil ich dringend welche brauche, sondern weil durch ständige Anregung von außen, das Strickmuster ein wenig Änderung unterliegt. Inzwischen stricke ich die Sohle zuerst, also ist auf die Art und Weise ein neues Paar (das rot-gelbe unten aus Drachenwolle) entstanden.
Und Roswieta will sie gerne nachstricken, näht aber nicht gerne. Deswegen haben wir diskutiert, ob man nicht auch einfach von der Sohle hochstricken kann. Und nunja, das funktioniert auch. Die Rippenstruktur wird mit 2-rechts-2-links nachgestellt. Es sieht nicht ganz so ausgeprägt aus wie im quergestrickten Exemplar, aber es ist auch sehr süß. Der Schaft empfiehlt sich in glatt links. Ich habe ihn kraus gestrickt, aber dadurch ziehen sich die Reihen etwas mehr zusammen, ich würde das nicht wieder so stricken.
Aber nun habe ich wirklich erstmal genug (von) Babyschühchen. Zum Abschluß noch ein kleines Foto der momentan zu Hause wohnenden Kollektion:
Ich habe mein mir selbst und Frau Blasebalg versprochenes "faules Wochenende" größtenteils auf dem Sofa verbracht. Dabei habe ich meinen Strickkorb aufgeräumt - der steht praktischerweise direkt unter dem besagten Sofa. Und ich hoffe der kleine Trip ins Strickcafe gilt aufgrund hohen Entspannungspotentials noch als faul. Na jedenfalls habe ich mich endlich mal einigen WiPs gewidmet, die eher geschlafen haben in letzter Zeit.

Zum Beispiel die Strickjacke. Der Sommer ist vorbei, und nun gibt es keine Ausrede mehr, um dieses Strickstück nicht auf den Schoß zu nehmen. Ich habe es heute endlich geschafft, denn Rücken fertig zu stricken. Das einfach immer rechts stricken ist wirklich nicht sonderlich aufregend, und durch das krause wird man auch nicht wirklich schnell fertig. Trotzdem fasziniert mich die Farbe des Garns und der Effekt des Dochtgarns ist auch sehr schön. Ich bin wieder motiviert, das Ganze weiter voranzutreiben.

Und ich habe ein wenig am Weihnachtsprojekt weitergearbeitet. Kennt ihr dieses staunende, begeisterte Gefühl, das man bei jeder Reihe hat, die sich das Stück entwickelt und wenn man erahnt, wie schön es sein wird, wenn es fertig ist? Tut mir leid, wenn ich im Café mit meinen Begeisterungsbekundungen genervt habe, aber es gefällt mir echt gut, und macht großen Spaß. Ich muss mich nur endlich etwas sputen, Weihnachten ist nicht mehr lang hin und dies soll nicht das einzige Projekt sein.

P.S: Das war mein 50ter Eintrag. Ich gebe zu, das ist im Vergleich zu vielen von Euch echt wenig, aber ich bin stolz auf mich, überhaupt so lange kontinuierlich am Ball zu bleiben. Ich hatte anfangs Angst, dass die Beigesterung schnell wieder nachlässt, aber ich berichte Euch immer noch gerne, egal ob ihrs hören wollt oder nicht :)

Dienstag, 7. Oktober 2008

Ich war letzte Woche ...

... ziemlich beschäftigt. Dienstreise, private Trink-Verpflichtungen und viel Spass auf der Messe Modell, Hobby, Spiel haben dafür gesorgt, dass ich seit Mittwoch mit Vorträge anhören, Protokolle schreiben, Kaffee trinken, Geschäftsgespräche führen, normalem Arbeitsstress, Yoga als Ausgleich, Privatgespräche führen, Rotwein trinken, Stricken mit Riesennadeln,  Fragen beantworten, Spielen mit Filz-Memorie, Schnitzel essen, Stricken mit normalen Nadeln, Kuchen backen, , Wolle kaufen, Strickmuster erklären, Babyschuhe verkaufen (quasi direkt von den Nadeln weg :) ), Stricken mit Addi-Express, Moderieren, Kaffee trinken & Kuchen essen, unnormalem Arbeitsstress, Fitnessbemühungen und Bier trinken schwer beschäftigt war. Auf die faule Haut habe ich mich also lediglich zum Schlafen gelegt.

Liebe Frau Blasebalg - ich konnte leider nicht teilnehmen an der Großen Internationalen Faulen Woche. Ich schwöre aber, dass ich das am kommenden Wochenende so ausgiebig wie möglich nachhole!

Die verstrickte Dienstagsfrage 41/2008

Seitdem ich mich in diversen Strickforen 'rumtreibe', Blogs lese etc., komme ich nicht mehr zum Stricken und sonstigen Handarbeiten. Geht's Euch auch so? Wieviel Zeit verbringt Ihr mit Surfen im Netz im Vergleich zum Stricken und Umsetzen dessen, was Ihr dort an Anregungen gesehen habt?

Herzlichen Dank an Brigitte und das Wollschaf für die heutige Frage!


Hmm, da ich eher im Netz unterwegs war, als ich wieder angefangen habe zu stricken, ist diese Frage schwer zu beantworten. Denn da waren die Prioritäten von Anfang an anders gesetzt. Das Pflegen diverser Kontakte im Netz war mir vorher also schon wichtig und das kommt eher durchs Stricken und dem, was sich daraus an Rl-Kontakten/Terminen entwickelt hat, um einiges kürzer als früher. Also ist es eher toll, wenn man mal wieder in Ravelry versinkt oder sich in Strick-Blogs festliest, weil dadurch die Online-Zeit verlängert wird, und man nebenbei noch Emails erledigen kann oder einige TIE-Spiele absolviert :)

Abonnierte Blogs halten übrigens nie vom Stricken ab, denn die kann man über den Feedreader auch gut in der Kaffeepause auf Arbeit mal durchschauen.

Allerdings kenne ich auch dieses Gefühl, wo man die eingelagerten Wollberge betrachtet oder mal wieder ein wunderschönes Strickstück im Netz entdeckt, dass man auch unbedingt haben möchte, aber einfach nicht genügend Zeit bleibt, das überhaupt anzugehen.
Momentan habe ich zum Beispiel das Gefühl, mit Stricken überhaupt nicht voranzukommen. Das liegt aber eher an Arbeits- & Freizeitstress als an zuviel Online-Zeit. Die kommt dabei nämlich auch reichlich kurz.

Aber grundsätzlich scheint mir folgendes ein großes Problem der Internet-Informations-Flut zu sein: Man sieht einfach viel zu viel tolle Sachen! Wenn man sich die Queue mancher Raveleristen anschaut - das kriegt man doch in keinem Leben zusammengestrickt. Allein vom Angucken kriege ich da eine Sehnenscheidentzündung ;)