Mittwoch, 6. Januar 2010

Patentamt

Momentan kursieren ja Jahresrückblicke und was man sich so vornimmt im Netz. Ich bin da kein sehr großer Fan von. Das Einzige, was ich mir für nächstes Jahr vornehme hat nix mit Stricken zu tun. Was ich mir aber immer vornehme - ganz unabhängig vom Jahreswechsel - ist, immer mal was neues zu probieren. Und das habe ich vor Weihnachten auch gemacht. Ich habe Patent gestrickt. Keine große Sache, aber ich habe es wirklich noch nie vorher gebraucht. Aber nun hatte ich mir den Schulterwärmer von Fischer als optimales Geschenk für N aus D in S erkoren und nun brauchte ich das Patent.

Ich habe in der Maschenprobe beide Varianten ausprobiert: die mit Umschlag und die, bei der man einfach eine Masche tiefer sticht. Ich find die zweite etwas leichter zu stricken, deswegen bin ich beim "tiefer Stechen" geblieben - aber da das Ergebnis ja eh das Gleiche ist ...

Nun aber das Ergebnis: in Jeansblau aus superweicher Jubilee-Wolle von Lanartus aus Stines Wollparadies.

Getragen sieht das ganz ungefähr so aus. Ich glaube übrigens in der Anleitung ist ein Fehler: die Weite gewinnt man durch Wechsel der Nadeln. Laut anleitung je 4cm von 5mm/6mm/7mm/8mm/9mm und bei 10mm soll man in der vierten Reihe anfangen zum Zipfel abzuketten. Nach Adam Ries macht das 5Nadeln a 4cm plus ein bisschen = 21cm - allerdings redet die Anleitung beim Abketten von 28cm. Also habe ich einfach immer etwas mehr als 4cm genommen. Ich habe die Maße auf der entsprechenden Ravelry-Projektseite aufgeschrieben.

Und wie es der Zufall so will: Die Schuh-Söckchen von Strickhasi, die ich letztens für Babys entdeckt habe sind auch in Patent. Und da das Christkind ein Mädchen brachte wurde gleich ein zweites mal patentiert:

Und da man im Winter sowohl an Füßen als auch Köpfen friert, mußte eine passende Mütze her. Die wurde wild improvisiert mit 100 Maschen, einem kraus rechten Bündchen und einer sternförmigen Abnahme. Leider gibs davon nicht wirklich schöne Aufnahmen, im dunklen Auto sind die echt schwierig zu machen.

Den Stern kann man versuchen, hier und hier zu erkennen.
Ich überlege übrigens, ob ich sie noch einmal stricke und eine richtige Anleitung dazu aufschreibe - hat jemand Interesse oder reichen die Notizen in der Projektseite?

Die Mütze ist übrigens ein wenig zu groß für den Frischling :) Aber so kann die Süße noch reinwachsen.

Dem aufmerksamen Betrachter dürfte übrigens aufgefallen sein, dass dieses farbenprächtige Set aus Wollmeise gestrickt wurde, und auch ich kann es mir nicht verkneifen 2 oder 3 Sätze dazu zu verlieren: Ich hatte das Glück auf Arbeit zufällig während eines Updates mal halbwegs rechtzeitig noch die Seite anzuklicken und mit einer Panik, die ich nur aus E-Bay-Countdowns kenne, konnte ich noch 2 Stränge in Orange-Tönen ergattern. Diese Aufregung alleine fand ich schon total verrückt. Beeindruckt bin ich von der Festigkeit, mit der die Stränge gewickelt und gedreht sind, und die Farben sind durchaus schön, so richtig Einmaligkeit weiß ich noch nicht, auch andere Farben leuchten. Die Twin-Qualität ging mir beim Patent übrigens ein wenig gegen den Strich - man mußte mit viel Aufmerksamkeit darauf verwenden, nicht zwischen die einzelnen Fäden des Garns zu rutschen. Aber gut finde ich, das der Strang 150g hat - so ist noch genug für Socken oder anderes übrig :)

Montag, 4. Januar 2010

Ratet mal

was es zu Weihnachten gab:

Ein gesundes und wolliges 2010 Euch allen!

Ich muss mich und meine Bilder nach Weihnachten und Silvesterurlaub jetzt erstmal sortieren, dann gibt es wieder neue Einträge :)

Nachtrag, 08.01.10: Die Wolle hatte ich schon vorher, aber gewickelt wurde sie mit meinem neuen megatollen Wollwickler :)

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Soviel Heimlichkeit

Wisst ihr was Folter ist:
Wenn man am Tag vor Weihnachten mit Bademantel zur Türklingel sprintet, weil man glaubt, dass es das Geschenk für den Bademantelbesitzer ist. Und dann ein Paket in Empfang nimmt, auf dem der Name des Bademantelbesitzers steht, und dass von Dibadu kommt (und klappert)!
Ich will, dass die Uhr schneller läuft!

Sonntag, 20. Dezember 2009

Mütze holen

Weihnachten rückt immer näher und das bedeutet mehreres:
1. Ich habe endlich Urlaub
2. Die Zeit auf dem Sofa zum Stricken wird immer mehr
3. Ich stricke kaum für mich

Aber was ich Euch heute zeige ist trotzdem schon etwas älter. Das eine kennt ihr schon halb vom Stuttgart-Bahn-Foto. Das Set aus Mütze

und Socken

wurde mit 3.5er Nadeln gestrickt aus Online Linie 160 Season und ist stark improvisiert. Für die Größe habe ich keinerlei Gefühl, aber da es recht bald den stolzen Eltern (meinem Bruder und seiner Freundin) überreicht wird, werden wir es bald rausbekommen.

Das zweite fertige Stück, das übrigens vollkommen auf dem Weg Stuttgart-Leipzig entstanden ist, wurde mit 5er Nadeln aus Wolle-Rödels Siena Big in schwarz gestrickt:

Eigentlich war die Mütze für mich gedacht, denn im letzten Winter habe ich es geschafft, meine schwarze Mütze zu verbummeln. Zu meinem schönen schwarzen Schal wäre es trotzdem gut, wieder eine passende Mütze zu haben, also musste etwas mit dem Karo-Muster her. Diese Variante hier hat 6 Reihen im Karomuster (3 Maschen, aber 4 Reihen) und dadrüber eine glatt rechte Partie, die eigentlich locker sitzen sollte. Ich würde sagen, der Versuch ist missglückt. Und zwar voll. Diese Mütze ist im Spendenkorb für die Straßenkinder gelandet ... vielleicht findet sich da ein kleinerer Kopf, oder ein Gesicht, zu dem die Mütze besser passt als zu meinem.

Samstag, 12. Dezember 2009

Unterwegs

Letzte Woche war ich unterwegs, und zwar per Bahn nach Stuttgart.

Der Vorteil an 5 Stunden im Zug ist der entspannte Ausblick und die viele Zeit zum Stricken. Auf dem Bild ist gerade ein Baby-Set auf den Nadeln ... es hört einfach nicht auf im Verwandten- und Bekanntenkreis neue Babys zu schneien :)

Außerdem bin ich mit den Kawkawesks fertig geworden.

Wie ihr an der Ferse erkennen könnt, habe ich trotz gleicher Reihenanzahl und anfangs gleichen Farbrapports irgendwo an Länge verloren. Insgesamt ist es ca eine Reihe. Deswegen sieht der eine Schaft auch länger aus als der andere: